Zwei Tassen Im Haus an der Straße ist ein kleines Zimmer. Anna arbeitet hier. Paul kommt jeden Tag in dieses Zimmer. Heute kommt Paul nicht allein. Paul kommt um drei Uhr. Er öffnet die Tür. Neben ihm steht Mira. Anna sieht beide und geht sofort zu ihnen. „Hallo, Paul.“ „Hallo, Anna.“ „Und wer ist das?“ „Das ist Mira. Mira ist meine Freundin.“ „Hallo, Mira.“ „Hallo, Anna.“ Anna zeigt auf den Platz am Fenster. „Setzt euch hier hin.“ Paul und Mira setzen sich. Paul sieht auf den Tisch. „Wie immer, bitte.“ Anna sieht ihn an. „Ein Tee?“ „Ja, ein Tee.“ „Nur ein Tee?“ „Heute nicht.“ Anna bleibt stehen. „Was ist heute?“ Paul sieht zu Mira. Mira sieht zu Paul. „Heute habe ich Mira mitgebracht“, sagt Paul. „Das sehe ich.“ „Mira möchte auch einen Tee.“ „Einen Tee für Mira und einen Tee für dich?“ „Ja, bitte.“ Anna geht zum Haus. Paul kennt den Weg. Jeden Tag geht Anna diesen Weg. Jeden Tag kommt sie mit einer Tasse zurück. Heute kommt sie mit zwei Tassen zurück. Sie stellt beide Tassen auf den Tisch. „Das ist neu“, sagt Anna. „Was ist neu?“ „Zwei Tassen.“ „Ja.“ „Du hast nie zwei Tassen genommen.“ „Ich habe nie Mira mitgebracht.“ „Das stimmt.“ Mira sieht in ihre Tasse. „Ist der Tee gut?“ „Der Tee ist gut“, sagt Paul. „Du musst nicht immer das Gleiche trinken“, sagt Anna. „Ich will immer das Gleiche.“ „Warum?“ „Weil ich es kenne.“ Anna bleibt bei ihnen. „Und du, Mira? Was willst du?“ „Ich weiß nicht.“ „Willst du Tee?“ „Ja, Tee ist gut.“ „Dann ist heute alles gut.“ „Vielleicht“, sagt Mira. Anna sieht Paul an. „Hast du Mira schon lange gekannt?“ „Nein.“ „Wie lange?“ „Seit einer Woche.“ „Und heute ist sie hier.“ „Ja.“ „Das ist auch neu.“ Paul nimmt seine Tasse. „Ich habe dir oft von Mira gesagt.“ „Nein“, sagt Anna. „Du hast nie von Mira gesagt.“ „Doch.“ „Wann?“ „Gestern.“ „Gestern hast du nur gesagt: ‚Morgen komme ich nicht allein.‘“ „Das war Mira.“ Mira sieht Paul an. „Das hast du gesagt?“ „Ja.“ „Und du hast nichts gesagt?“ „Nein.“ „Warum nicht?“ „Ich wollte erst kommen.“ „Jetzt bist du da“, sagt Anna. „Jetzt bin ich da.“ Draußen gehen Menschen an der Tür vorbei. Ein Mann bleibt kurz stehen. Dann geht er weiter. Im Haus ist es ruhig. Anna geht zurück. Sie bringt ein Glas Wasser. „Das ist für Mira“, sagt Anna. „Danke.“ „Und für dich, Paul?“ „Ich habe meinen Tee.“ „Du hast immer deinen Tee.“ „Ja.“ Mira nimmt die Tasse mit beiden Händen. „Der Tee ist wirklich gut.“ Paul sieht sie an. „Das habe ich gesagt.“ „Du hast sehr viel gesagt.“ „Das mache ich nicht immer.“ „Doch“, sagt Anna. „Bei mir sagst du jeden Tag dasselbe.“ Paul sieht auf seine Tasse. „Morgen komme ich wieder.“ Anna nimmt die leere Tasse von gestern vom Tisch. „Das machst du jeden Tag.“ Paul sieht zu Mira. „Morgen komme ich nicht allein.“ Mira stellt ihre Tasse neben seine.